René Träder | Dieser „Zauberspruch“ hilft Dir, Dich künftig weniger zu ärgern & stressen
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Dieser „Zauberspruch“ hilft Dir, Dich künftig weniger zu ärgern & stressen

Es gibt unzählige Situationen, die uns aufregen können.
In diesem Artikel stelle ich Dir einen Satz vor, der Deinen Ärger sofort reduziert.

Es handelt sich um eine simple Frage, die Du Dir jedes Mal selbst stellen kannst, wenn Du Dich künftig ärgerst oder andere Leute Dich stressen.
Danach wird die Welt für Dich direkt anders aussehen.

Die Wirkung dieses Satzes ist so enorm, dass man schon fasst davon sprechen müsste, dass es um einen Zauberspruch handelt.

Na, gespannt?

Bevor ich Dir den Satz verrate, lass uns doch mal kurz gucken, in welchen Situationen er sich gut einsetzen lässt.
 

Welche Situationen können Dich so richtig auf die Palme bringen?

Jeden ärgert etwas anderes. Hier mal ein paar Beispiele, von denen Du sicher auch einige kennst:

  • Jemand nimmt Dir die Vorfahrt oder schnappt Dir den Parkplatz weg.
  • Dein Monatsticket für die öffentlichen Verkehrsmittel liegt zu Hause und Du wirst erwischt und musst zahlen.
  • Ein Kunde lässt seine schlechte Laune an Dir aus.
  • Ein Freund kommt eine halbe Stunde zu spät.
  • Du musst schon wieder am Wochenende arbeiten, weil Kollegen krank sind.
  • Du stehst 3 Stunden im Stau.
  • Die Schuhe, die Du gerne hättest, gibt es nicht mehr in Deiner Größe.
  • Ein Ausflug fällt wegen des Wetters im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.
  • Ein Kollege hat Deinen Joghurt aus dem Bürokühlschrank gegessen.
  • Ein Verkäufer gibt sich im Laden keine Mühe mit Dir.
  • Dein Nachbar hat auf der Straße so getan, als würde er Dich nicht sehen.
  • In der Bahn telefoniert jemand extrem laut.
  • Ein Auftraggeber lässt Dich lange zappeln.
  • Du setzt Dich auf Dein Brillenetui und es macht knack.
  • Beim morgendlichen Blick in den Spiegel entdeckst Du einen großen Pickel im Gesicht.

 

Vielleicht hast Du Dich bei einigen dieser Situationen wiedererkannt oder Dir sind eigene Situationen aus der letzten Zeit eingefallen.

 

Ärger ist in Ordnung, aber…

Alle diese Dinge können einen zu Recht ärgern. So doll, dass man vor Wut ganz rot wird, dass der Puls auf 180 geht, dass man an der guten Erziehung von anderen zweifelt, dass man ihnen vielleicht sogar böse Absichten unterstellt.

Manchmal steigert man sich aber auch noch richtig rein. Dann macht man viel dafür, dass der Ärger lange anhält und vielleicht sogar noch größer wird. Zum Beispiel indem man immer wieder darüber grübelt, die Situation gedanklich immer wieder durchspielt und anderen davon erzählt.

Versteh mich richtig: Es ist völlig in Ordnung, verärgert zu sein.

Die Frage ist jedes Mal allerdings: Wie viel Energie und Aufmerksamkeit will ich in die Situation investieren? Hier geht es also um Verantwortung Dir selbst gegenüber.

Unsere Energie ist schließlich begrenzt.
Das ist wie bei einer Taschenlampe. Wenn ich sie ständig anknipse, wird die Batterie leer sein, wenn ich sie wirklich brauche. Ärger macht unsere Batterien leer.

Das Problem ist außerdem: Sich zu ärgern bringt meistens nichts. Die Situation ist schließlich vorbei. Und vom Fluchen oder sogar Verfluchen des Gegenübers (oder sich selbst) wird’s auch nicht besser.

Mit Leuten aus dem eigenen Umfeld kann man reden. Dem Kollegen, der den Joghurt weggefuttert hat oder dem Freund, der viel zu spät kam oder einen versetzt hat, kann man sagen, wie man darüber denkt und was das mit einem macht.
Und das sollte man auch, um den Ärger nicht in sich hineinzufressen und damit der andere eine Chance hat, sein Verhalten zu ändern.

Aber wenn uns jemand den Parkplatz wegschnappt, wird es wenig bringen, mit demjenigen über unsere Gefühle sprechen zu wollen. 😉
Und auch unserer eigenen Schussligkeit (Monatskarte vergessen) oder dem Wetter (Ausflug ins Wasser gefallen), werden unsere Gefühle egal sein.

Was also kannst Du künftig in Situationen machen, in denen Dich der Ärger überkommt oder nicht mehr loslässt bzw. in Situationen, die Dich stressen und unter Druck setzen?

Jetzt kommt der „Zauberspruch“ ins Spiel.
Frage Dich: Ist das in einem Jahr noch wichtig für mich?

Wow! Vielleicht spürst Du sogar schon jetzt in dem Moment beim Lesen, die Leichtigkeit, die diese Frage auslösen kann. Mit einem Mal kann richtig viel Ballast von einem fallen.

Die meisten Dinge sind nämlich gar nicht (soooo) wichtig.

Oftmals machen wir sie in dem Moment künstlich wichtig, eben weil wir uns so intensiv damit beschäftigen und weiter Energie reinpumpen.

Die Frage „Ist das in einem Jahr noch wichtig für mich?“ kann also helfen, dass Du das, was passiert ist, in einer realistischen Größe wahrnimmst.

 

2 mögliche Antworten gibt es auf die „Zauber-Frage“

Bei den meisten Situationen wird man wohl sagen: „Nein, in einem Jahr ist das gar nicht mehr wichtig für mich. Wahrscheinlich habe ich es bis dahin sogar schon vergessen.“
Mal ganz ehrlich: An wie viele weggeschnappte Parkplätze und weggefutterte Joghurts erinnerst Du Dich wirklich noch? An wie viele schlecht gelaunten Kunden und unmotivierte Verkäufer erinnerst Du Dich noch so richtig?

Gehst Du also davon aus, dass die Situation in einem Jahr für Dich nicht mehr wichtig ist, dann kannst Du sie auch jetzt schon links liegen lassen. Wieso solltest Du Dich jetzt aufregen, wenn es bald sowieso schon keine Bedeutung mehr für Dich haben wird?

 

Ärgere Dich ruhig. Aber kurz. Und achte darauf, dass Du Deinen Ärger nicht weiter nährst.

Wenn Du allerdings davon ausgehst, dass die Situation auch in einem Jahr noch für Dich wichtig ist, dann solltest Du auf eine konstruktive Art aktiv werden. Die „Zauber-Frage“ kann also ein Filter für Ärger und Stress darstellen.

Es könnte zum Beispiel sein, dass der Freund nicht nur dieses Mal zu spät gekommen ist, sondern das ständig macht. Dich ärgert nicht nur, dass Du dann warten musst, sondern Dich verletzt das inzwischen. Du findest das vielleicht respektlos und zweifelst ganz grundsätzlich an der Freundschaft.
So kann es natürlich nicht weitergehen. Rede mit ihm. Mache ihm deutlich, wie Du das siehst und empfindest. Gib ihm die Chance, Dich zu verstehen und sich zu verändern.
Wenn das alles nichts bringt und die Freundschaft weiter bröckelt, kann man sie natürlich auch beenden.
Auch wenn das vielleicht schmerzhaft ist, so sind solche Entscheidungen auf lange Sicht besser, als sich permanent zu ärgern.
Wenn das kaputte Brillenetui samt kaputter Brille auch in einem Jahr noch wichtig für Dich sind – beispielsweise dadurch, dass hohe Kosten entstanden sind – lohnt es sich, besser zu verstehen, wie es dazu kommen konnte und wie man sowas künftig verhindern kann.

Hier geht’s also um eine konstruktive Analyse und Prophylaxe.

Den Schaden kann man nicht rückgängig machen. Man kann aber dafür sorgen, dass es sich möglichst nicht wiederholt.

Die „Zauber-Frage“ kannst Du also als Filter nutzen, um Deine Energie weise einzusetzen und Dich schneller vom Ärgern und Stressen zu verabschieden.
 

Fazit: Es ist völlig in Ordnung, sich seiner negativen Gefühle bewusst zu werden und sie auch rauszulassen. Es geht gar nicht darum, sie zu verdrängen. Entscheidend ist nur, dass man nicht zu viel Energie in das investiert, was passiert ist. Wenn Dich eine Person nervt, lohnt es sich meistens, etwas zu sagen, damit sich (künftig) etwas ändert. Wenn das nicht geht, oder Du selbst verantwortlich für Deinen Ärger und Stress bist, frage Dich: „Ist das in einem Jahr noch wichtig für mich?“ Nutze die Frage wie einen Filter. Ist die Antwort „nein“, verhalte Dich schon jetzt so und beschäftige Dich wieder mit anderen Dingen. Ist die Antwort „ja“, weißt Du, dass Du etwas machen solltest.

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine gute und vor allem ärgerfreie Zeit!

Wenn Du Lust hast, schreibe mir doch gern noch Deine Strategien gegen Ärger. Und falls Du diese „Zauber-Frage“ mal einsetzt, bin ich gespannt, was sie bei Dir bewirkt hat.

Liebe Grüße

René Träder

 

PS: Ich glaube übrigens, dass man in 90 Prozent der Fälle die „Zauber-Frage“ mit „nein“ beantworten wird. Der meiste Ärger und Stress entsteht einfach in uns selbst. Wir sind für unsere Gedanken und Gefühle verantwortlich. Das Gute daran ist, dass wir es dadurch auch selbst in der Hand haben, etwas zu ändern.

 


 

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