ZU GAST BEI N-TV: DARUM SCHEITERN GUTE VORSÄTZE UND SO KLAPPT ES DOCH
Die ersten Wochen des Jahres sind vorbei. Und dann ist es häufig auch schon vorbei mit unseren guten Vorsätzen. N-TV hat mich gefragt, woran es liegt und wie wir dafür sorgen können, dass aus den Absichten doch noch echte Gewohnheiten werden.
Hier kannst Du das Interview nachschauen:
Die wichtigsten Fakten zusammengefasst:
1. Die meisten Vorsätze sind gar keine richtigen Vorsätze
Häufig werden Vorsätze mit Zielen verwechselt. So sprechen Menschen davon, dass sie sich vorgenommen haben, 10 Kilo abzunehmen. Das ist allerdings das Ergebnis, das man sich wünscht. Dagegen ist ein Vorsatz das, was dem Ziel vorausgeht. Das steckt auch in dem Wort Vorsatz drin (=das, was vor dem Ergebnis kommt, also: das Vorgesetzt oder Vorgelagerte). Ein echter Vorsatz ist also der Weg hin zum Ziel: eine konkrete Handlung, idealerweise regelmäßig.
Wenn Du jetzt an Deinen Vorsatz denkst: Hast Du das Ergebnis oder ein Verhalten vor Augen? Es ist auf jeden Fall gut und wichtig, zu wissen, was man will. Man sollte das Ziel deshalb so konkret wie möglich formulieren. Doch ein Vorsatz wird erst daraus, wenn damit auch eine Handlung verbunden ist.
2. Die Umsetzung muss Freude machen
Wir sollten nicht unser eigener Erpresser sein und uns zu etwas zwingen. Das geht meist nur für eine kurze Zeit. Wenn das Verhalten keine Freude macht, werden wir bald schon wieder damit aufhören. Da es bei den meisten Vorsätzen darum geht, dass daraus eine echte Gewohnheit wird, ist es wichtig, dass sie (auch) angenehm, interessant, lecker etc. ist. Und das ist oft gar nicht so leicht, denn das alte Verhalten bzw. die schlechten Gewohnheiten haben ja auch angenehme Seiten. Hier darf man sich daher auf eine Entdeckungsreise begeben und seine Vorsätze auch immer wieder anpassen, bis man schließlich etwas gefunden hat, was man wirklich gerne macht.
3. Es sollte leicht sein
Die besten Pläne bringen nichts, wenn es zu kompliziert oder aufwendig ist, das neue Verhalten umzusetzen. So lange etwas noch keine Gewohnheit ist, brauchen wir nämlich immer bewusste Willenskraft, um etwas zu machen. Wenn wir gestresst sind, wenig Zeit haben oder die Dinge gerade nicht so laufen wie gedacht, ist es gar nicht so leicht, dranzubleiben. Die Frage ist daher: Wie kann ich es mir leicht machen, meinen Vorsatz umzusetzen und wie gelingt es auch an schlechten Tagen? Hilfreich ist dafür, wenn man das Verhalten auch variabel hoch- und runterschrauben kann. Statt eine Runde zu Joggen, geht man vielleicht nur eine halbe Stunde spazieren.
Alles Gute für Deine Vorsätze und vor allem viel Freude beim Umsetzen 🙂
Liebe Grüße
René
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